Stockholm


In diesem Schiff befindet sich eine Jugenherberge

Das erste Mal war ich 1997 in Stockholm. Wir waren auf der Durchreise in Richtung Norwegen und machten für zwei Tage einen Zwischenstopp. Wir kamen früh am morgen an. Es war der Tag nach dem Vattenfest (Wasserfest). Die Stadt war wie ausgestorben. Alles war voller Müll. Der erste Eindriuck war also erstmal nicht so berauschend. Im Laufe des Tages erwachte aber Stockholm zu normaler Geschäftigkeit und die Müllbeseitigung ging auch sehr schnell voran. Trotz des ersten Schocks zog uns Stockholm schnell in seinen Bann.

Nachtlager


So sieht es in einer Zweierkabine aus

Als Quartier hatten wir uns eine Jugendherberge ausgesucht, die in einem alten Segelschiff untergebracht ist. (Af Chapman)

Die Unterkunft ist preiswert und sehr zentral gelegen. Das Schiff liegt genüber von Stadsholmen (der Altstadt-Insel) Es gibt Schlafsäle und 2-Mann-Kabinen zur Auswahl. Rechtzeitiges Vorausbuchen ist dringend empfohlen. Wir haben damal ca. 2 Monate im voraus gebucht.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Duschraum für die Männer. Da dieser im Bug untergebracht ist, ist der Fussboden leicht gewölbt. Die Manövrieren auf dem abschüssigen und seifigen Geläuf erfordert volle Konzentration und man kommt nicht immer dort an, worauf man zusteuert.

Nachts wird man sanft in den Schlaf geschaukelt, da das Wasser nicht wirklich ruhig ist. Das hat mich interessanterweise in dieser Nacht überhaupt nicht gestört. Kritisch wurde nur die erste Nacht auf Festland, da war mein Körper der Ansicht, daß das Schaukeln fehlt.

 

Die Altstadt


Eine der vielen kleinen Gassen in der Altstadt

Ein unbedingtes Muss für jeden Stockholmbesucher ist die Altstadt (Stadsholmen oder auch Gamla Stan). Es gibt viel kleine malerische Gassen, die mich ein wenig an die Prager Kleinseite oder Meissen erinnerten. Man kann sich stundenlang darin treiben lassen, in den kleinen Lädchen stöbern und wenn man das nötige Kleingeld mitbringt auch etwas in einem Kneipchen essen oder trinken.

 

Aber auch die grossen Paläste im Norden der Insel, wie das Königliche Schloss, sind sehenswert. Alles ist plötzlich sehr großzügig und weitläufig angelegt. Auf mich verfehlte es seine präsentative Wirkung nicht.



Das Königliche Schloss

Skeppsholmen

Gegenüber der Altstadtinsel liegt Skeppsholmen. Hier liegt auch das Jugendherbergs-Schiff am Ufer. Auf Skeppsholmen befindet sich zahlreiche Museen wie das Moderne Museum und das Architekturmuseum. Es gibt auch eine Reihe von Exponaten die im Freien stehen und kostenlos zu besichtigen sind. Man sollte sich ruhig etwas Zeit für diese Insel nehmen. Zum einen ist sie sehr schön grün und es ist relativ ruhig dort, was nach einem anstrengenden Stadtbummel sehr wohlteund sein kann.



Einige Plastiken von Nikki de Saint-Phalle sind auf Skeppsholmen zu sehen

Weitere Sehenswürdigkeiten

Auf jeden Fall sollte man sich die Zeit nehmen, die Halbinsel Djurgården aufzusuchen. Hier kann im Vasamuseum das legendäre Kriegs-Schiff besichtigt werden. Das Schiff ist ein wundervolles Beispiel dafür, was passiert, wenn Entscheidungsträger sich in Gebiete vorwagen, von denen sie nichts verstehen. König Gustav II. Adolf von Schweden befahl während des Baus des Schiffes größere und damit schwerere Kanonen auf dem oberen Kanonendeck einzubauen. Dadurch wurde der Schwerpunkt des Schiffes so ungünstig verändert, daß es schon bei der Jungfernfaht bei einem kleinen Windstoss Schräglage bekam, voll Wasser lief und sank.

Ebenfalls auf Djurgården befindet sich das Skansen-Museum, ein großes Freilichtmuseum.

 

Eine ganze Reihe von interessanten Fakten über Stockholm findet sich hier.

 

Weitere Bilder aus Stockholm.