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Auf dieser Seite möchte ich noch ein paar meiner Erfahrungen zusammenfassen. Vielleicht helfen sie ja bei der Vorbereitung Ihrer Reise.
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Ein Indienreise kostet Zeit in der Vorbereitung. Zum einen braucht man ein Visum, daß man 8 Wochen vorher beantragen sollte. Es gibt Visa für unterschiedliche Zeiträume (und damit auch zu unterschiedlichen Gebühren). Aktuelle Infos gibts auf der Homepage der indischen Botschaft.
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Vor einer Reise sollte man sich unbedingt von einem Fachmann beraten lassen. Ich kann hier sehr das Tropen-Institut Berlin zur Vor- und gegebenenfalls Nachsorge empfehlen. Man sollte folgende Impfungen auffrischen:
- Tetanus (Wundstarrkrampf)
- Diphterie
- Poliomyelitis (Kinderlähmung)
- Hepatitis A und B
- Typhus
Zum Thema Malaria gibt es unterschiedliche Meinungen. Für kürzere Aufenthalte sollte man eine Prophylaxe einnehmen. Malarone ist am verträglichsten, aber auch am teuersten und muss täglich genommen werden. Lariam ist preiswerter, aber auch etwas heftiger in den Nebenwirkungen (z.B. Schwindel) und muss nur einmal pro Woche genommen werden.
Ich habe Malarone genommen und hatte keine Probleme mit Schwindel oder Sehstörungen. Allerdings hatte ich einen recht hartnäckigen Durchfall bei beiden Aufenthalten, schwer zu sagen ob da das Medikament seine Aktien dran hatte.
Bei längeren Aufenthalten können die Prophylaxe-Medikamente nicht eingenommen werden, da die Schädigungen, speziell der Leber, zu groß würden. Hier muss man ein Stand-By Paket dabei haben und gegebenfalls bei den ersten Symptomen eine Therapie starten.
Ansonsten sollte man sich gegen Durchfall wappnen. Für längere Reiseetappen kann Imodium helfen. Diese Präparat vertopft aber ausschliesslich und man bläht auf wie ein Ballon. Es ist also keine Dauerlösung. Für längere Einnahme empfielt sich Perenterol, das unterstützt durch Hefekulturen die Regeneration des Darmes.
Empfehlenswert ist ebenfalls sich eine Liste von vertrauenswürdigen Ärzten zu beschaffen. Die Lufthansa hat z.B. so eine Liste.
Wir waren in einer Privatklinik in Delhi, die hatte in etwas osteuropäischen Standard von vor 15 Jahren. Wie es in kommunalen Krankenhäuser aussieht möchte ich nicht wissen.
Der Schutz vor Moskitos ist ein unbedingtes Muss und hier gibt es eigentlich keine Alternative zu "No Bite". Es gibt eine Salbe zum Auftragen auf die Haut, für die Stellen die der Luft ausgesetzt sind, also Hände und Gesicht. Kurze Hosen und T-Shirts würde ich vermeiden und lieber Hemden und Hosen aus leichtem Stoff tragen. Kledung sollte mit "No Bite"-Spray eingesprüht werden.
Hinweis: Alle Infos auf dieser Seite erstzen keinen Besuch beim Fachmann!
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Hierbei gilt es einige Regeln zu befolgen, sonst verbringt man seinen Urlaub im Bett (oder noch schlimmer: auf dem Klo).
Die hygienischen Verhältnisse sind in einem Satz gesagt katastrophal und deshalb ist grosse Vorsicht geboten. Man sollte möglichst nur in besseren Restaurants essen, in dene auch andere Reisende verkehren. Wir hatten beispielsweise in der Firma, in der wir gearbeitet haben einen Kantine, die angeblich hygienisch unbedenklich sei. Da es meinen Kollegen in der ersten Woche aber ziemlich übel erwischt hatte, und das unmittelbar nach einem Essen dort, beschlossen wir uns die restlichen 9 Wochen von Dominos Pizza zu ernähren.
Wird man nach der Schärfe gefragt sollte man am Anfang die mildeste Stufe wählen. (Es sei denn man trinkt auch schon in Deutschland regelmässig Batteriesäure). Die Speisen sind dann meist wirklich mild, mitunter würde die Schärfe aber in Europa immer noch unter Körperverletzung laufen.
Leichte Schärfe ist aber durchaus positiv, da sie die Produktion von Magensäure anregt. Dadurch werden Keime besser abgetötet. Deshalb sollte man zum Essen wenig trinken um die magensäure nicht unnötig zu verdünnen und damit ihre Wirkung abzuschwächen.
Trinken sollte man ausschliesslich Getränke aus versiegelten Flaschen. Gute Restaurants öffnen Getränke am Tisch vor den Augen des Gastes. Ansonsten würde ich das Getränk ablehnen, da die Gefahr das Letungswasser drin ist viel zu gross ist.
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Es herrscht in Deutschland immer noch ein verklärtes Bild von Indien. Auch wir haben sehr nette und gastfreundliche Menschen dort kennengelernt, denen Werte wie Freundschaft und familiärer Zusammenhalt wichtiger waren als das gemeinhin bei uns üblich ist.
Aber die grosse Armut ist immer noch ein riesiges Problem in Indien, und diese treibt viele arme Menschen dazu in westlichen Touristen einfach eine Beute zu sehen, die möglich effektiv ausgenommen werden soll.
Deshalb kann ich nur eine gesunde Distanz zu Einheimischen, speziell Armen empfehlen.
Der Reisende darf sich zu Recht auf Sehenswürdigkeiten von unglaublicher Schönheit freuen, aber er sollte auch damit rechnen unmittelbar danach durch Elend und Schmutz wieder jäh in die rauhe Wirklichkeit zurückgeholt zu werden.
Man sollte also nicht allzu zart besaitet sein, speziell wenn man die Großstädte besichtigt.
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