DVB-T DVD Guide
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Dieses Tutorial beschreibt, wie man frei empfangbare DVB-T Sendungen auf DVD archivieren kann. Dabei können Werbeblöcke sowie ungewollte Sendungsschnipsel am Anfang und am Ende der gewünschten Sendung entfernt werden.
Das Tutorial geht von einer bestimmten Hard- und Softwarekonfiguration aus. Die hier beschriebenen Schritte können unter anderen Konfigurationen nicht zum Erfolg folgen.
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Welche Hardware braucht man um DVDs aus DVB-T Übertragungen zu erstellen:
1. eine DVB-T PCI Karte. In meinem Fall kommt eine Lorenzen SL DVB-T PCI zum Einsatz. Sie ist baugleich mit der Technotrend TT-DVB-T 1300. (Preis 2003 bei eBay ca. 100 Euro. )
2. Einen Windows PC. Ich benutze einen 2 GHz Athlon mit 512 MB und 200 GB Festplatte.
3. Ein DVD Brenner. Ich setze einen Pioneer DVR-106D ein.
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Folgende Software wird benötigt um die folgende Anleitung auszuführen:
1. Die beigefügte TV Software von Lorenzen
2. PVA Strumento (www.offeryn.com) Freeware
3. TMPGEnc DVD Author 1.5 (Pegasys-Inc) Preis Januar 2006: 57$
4. Eine DVD Brennsoftware wie z.B. Nero
5. Windows (2000 oder XP) mit NTFS um Dateien größer als 2 GB zu unterstützen.
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Als erstes muss natürlich die Sendung aufgenommen und auf der Festplatte gespeichert werden. Mit der mitgelieferten Software ist das eigentlich sehr einfach.

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Entweder die Aufnahme wird durch den runden Aufnahmeknopf links unten direkt gestartet, oder man benutzt den Timer um wie bei einem Videorekorder die Aufnahme zeitgesteuert durchzuführen.
Man klickt einfach auf das Uhrensymbol, wählt im Timer-Dialog Start- und Endzeit aus und gibt einen Dateinamen und den Ordner an. Man sollte mit 2-4 GB pro Sendung rechnen, je nach Dauer und Datenrate des Senders.
Nach dem Programmieren des Timers mus unbedingt die TV-Applikation geschlossen werden.
Leider kann eine einmal angelegte Sendung nicht mehr editiert werden. Aber immerhin kann der Datensatz mit Windows Bordmitteln unter "Geplante Tasks" auf korrekte Startzeit geprüft oder gelöscht werden.

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Als nächster Schritt muss der Datenstrom für den Schnitt vorbereitet werden. Dazu muss der Video- vom Audiostrom getrennt werden. Dafür kommt PVA Strumento zum Einsatz.
Zuerst die aufgenommene Datei als Input auswählen (Button 1). Jetzt den Demux (2) Button wählen und die Einstellungen entsprechend den Screenshots übernehmen.

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Jetzt nur den Start Button klicken und PVAStrumento startet mit der Bearbeitung der Aufnahme.
Ein willkommener Nebeneffekt des Demuxens ist die Tatsache, daß der Datenstrom auch auf Aussetzer hin überprüft wird und Ton und Bild synchron gehalten werden.
Schlechte Aufnahmen (z.B. aufgrund schelchter Signalqualität) können an dieser Stelle erkannt werden. Behebbar ist das Problem zwar nicht, aber man spart sich die Zeit der unnützen Weiterverarbeitung. Der Einsatz einer aktiven Antenne sollte hier in der Regel Abhilfe schaffen, zumindest in Ballungsgebieten. Ich wohne im Norden von Berlin und habe trotz ungünstiger Lage (Erdgeschoss im Seitenflügel) 100% Empfangsqualität.
Das Resultat des Demuxens sind also "gesäuberte" Bild- und Audioströme, die in .mpv für Video- und .mpa für Audiodaten abgelegt werden.
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Als nächstes sollen unerwünschte Werbeblocks und überflüssiges Material vor und nach der eigentlichen Sendung entfernt werden. Hierzu eignet sich TMPEG DVD Author ganz hervorragend.
Als erstes startet man ein neues Projekt mit dem 'Create New Project' Button.

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Mit dem 'Add File' Button fügt man nun die test.mpv Datei, die PVAStrumento erzeugt hat, dem Projekt hinzu.
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Wenn man auf 'Chapter cut edit' klickt gelangt man in den Schnitt-Dialog. Mit Hilfe des Sliders kann der Film nach unerwünschten Stellen durchsucht werden. Hat man beispielsweise einen Werbeblock gefunden, markiert man den Anfang in dem der senkrecht blaue Marker genau auf die Stelle zwischen dem letzten gewünschten und dem ersten ersten zu löschenden Block gesetzt wird. Nun den 'Set as start frame' Button' klicken und die blaue waagerechte Markierung zeigt an, daß nun nicht mehr der vollständige Clip markiert ist.

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Nach dem gleichen Prinzip wird nun das Ende des zu löschenden Abschnittes mit Hilfe des 'Set as end frame' Buttons festgelegt. Die blaue waagerechte Markierung unter den Thumbnails zeigt nun an, daß ein Auschnitt markiert ist.

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Nun muss man nur noch auf den 'Cut' Button klicken und schon ist der unerwünschte Block entfernt. So verfährt man mit der gesamten Sendung.

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Anschliessend können noch weitere Kapitel-Markierungen eingefügt werden. Hierzu markiert man die gewünschte Szenen und klickt auf den 'Add current frame to chapter'. Wem dieses Verfahren zu aufwändig ist, kann auch einen einfacheren Ansatz wählen. Durck Klick auf den 'Add' Button gelngt man in den Kapitel-Dialog. Durch Auswahl einer geeigneten Periode, z.B. 4 Minuten, wird alle 4 Minuten ein Kapitel eingefügt.

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Die somit erzeugten Kapitel können rechts mit Hilfe der Kapitel-Thumbnails kontrolliert werden. (Kapitel erscheinen im Menü der DVD und ermöglichen es schnell zu einer bestimmten Szene zu navigieren.)

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Nun kann der Schnitt-Dialog verlassen werden. Der Track sollte noch mit einem Titel versehen werden. Dazu einfach auf den Settings-Button im linken Bildschirmbereich klicken und den gewünschten Titel eingeben.

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Weiter geht es nun mit dem Menü-Dialog. Diesen erreicht man durch den 'Create Menu' Button oben in der Button-Leiste. Hier kann man ein vordefiniertes Layout wählen. (Das Bild zeigt das Layout "Cloud".) Farbe und Fonts des Titels sowie der Kapitelnamen sind ebenfalls wählbar. Die Thumbnails für die einzelnen Kapitel (Es sind genau die, die wir im Schnitt-Dialog definiert haben) können ebenfalls modifiziert werden. Das hilft z.B. schwarze Thumbnails zu vermeiden, in dem der Film einfach ein paar Sekunden weiter abgespielt wird.

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Nachdem das Menü fertig gestaltet ist, kann die DVD gerendert werden. Dazu begibt man sich in den Ouput-Modus, wählt den Ausgabe - Ordner und klickt auf den 'Begin output' Button. Das so erzeugte DVD-Image sollte nun zuerst mit einem Software-Player getestet werden. Ist alles in Ordnung kann das Image mit einem beliebigen DVD-Brennprogramm gebrannt werden.
Während der ersten Versuche empfiehlt es sich, wiederbeschreibbare RW Medien zu verwenden. Sobald eine gewisse Routine eingezogen ist, kann dann sofort auf DVD-R oder DVD+R Medien gebrannt werden. Alle so erstellten DVDs sollten auch auf einem Standalone-Player getest werden.

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Nun bleibt mir nur noch viel Spass beim selber ausprobieren zu wünschen und hoffe, daß dieser Artikel ein wenig den Einstieg erleichtern konnte.
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