COFDM

Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex

Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex (COFDM) ist ein digitales Modulationsverfahren, das Modulationsverfahrens OFDM um eine Vorwärts-Fehlerkorrektur und ein Guard Intervall ergänzt.

 

COFDM bietet eine hohe Stabilität gegen Mehrwegempfang, Burst-Fehler, frequenzselektive Auslöschungen (Fading) und eignet sich auch für den mobilen Empfang damit übertragener Signale.

 

COFDM wird insbesondere als Modulationsverfahren bei Digital Radio (Digital Audio Broadcasting) und beim europäischen, digitalen Fernsehstandard DVB-T verwendet.

 

Beim Empfang von COFDM-Signalen durch stationäre Empfänger kommt es zu Mehrwegeempfang, da gewöhnlich mehrere Sender des Gleichwellennetzes ein Gebiet versorgen. Je nach Entfernung zu den Sendern kommen die gesendeten Bitströme mit zeitlichem Abstand beim Empfänger an. Das Guard Intervall sorgt nun dafür, daß zwischen zwei gesendeten Symbolen eine "Ruhezeit" eingehalten wird, sodass es nicht zu Symbolübersprechen kommt. Die Länge des Guard Intervalls bestimmt die maximal mögliche Entfernungsdifferenz zu den Sendern. 200 µsec ermöglichen einen Abstand benachbarter Sender von 60 km. Um schlechten Empfang zu vermeiden, muss sichergestellt werden, dass weiter als das Schutzintervall entfernte Sender keinen signifikanten Anteil am lokalen Gesamtsignal stellen. Dies kann durch die Erhöhung der Sendeleistung näher gelegener Sender erreicht werden.

 

Beim Empfang von COFDM-Signalen in bewegten Fahrzeugen (Mobile Reception) kommt der Doppler-Effekt zum Tragen. Dieser führt zu einer Verschiebung der Frequenz in Abhängigkeit von der Bewegungsgeschwindigkeit (z.B. bei 60 km/h um 30 Hz). Dieser Effekt aber auch der Empfang von Echo-Signalen würde das genaue Trennen der Sub-Carrier erschweren oder zu Abtastfehlern führen. Aus diesem Grunde wurde der Guard Intervall eingeführt, der zu einer Verlängerung der Symboldauer führt. Ein längeres Symbol hätte grössere Frequenzabstände zur Folge, bleibt aber unverändert. Somit können aber leichte Verschiebungen der Frequenzen zugelassen werden oder der zeitlich versetzte Empfang von Mehrwege-Signalen, ohne dass es zu Übertragungsfehlern kommt, wird möglich.

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel COFDM aus der freien Enzyklopädie Wikipedia

 

Der Inhalt dieser Seite steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

 

Seite bearbeiten

Versionen / Autoren